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Energieberatung / Energietipps
Sie haben Fragen zum Thema Energieanwendung und Sparen? Unser Energieberater steht Ihnen dazu gerne unter 06032 / 807 - 140 zur Verfügung. Und für Strom- oder Erdgas-Kunden der Stadtwerke Bad Nauheim GmbH sogar kostenfrei.
Im Folgenden haben wir einige Tipps und Hinweise zum Thema Energie und Energiesparen für Sie.
Heizkosten senken - Die zehn wichtigsten Tipps
Die Energiekosten für Heizung und Warmwasseraufbereitung lassen sich deutlich reduzieren, wenn man einige einfache Regeln beachtet.
(1) Die effizienteste Art der Kostenreduzierung bietet eine neue Energie sparende Heizungsanlage. Sie verbraucht meist rund 30 bis 40 Prozent weniger Energie als eine alte Anlage. Deshalb sollten Anlagen, die älter sind als 15 Jahre, baldmöglichst ausgetauscht werden. Auf Grund der enormen Energieeinsparung amortisieren sich die Neuanlagen innerhalb weniger Jahre. Sehr empfehlenswert sind Erdgas- Brennwertgeräte sie arbeiten mit höchster Effizienz, da sie auch die Wärme des Abgases nutzen.
(2) Jedes Grad Temperaturabsenkung spart bis zu sechs Prozent Heizkosten.
Deshalb sollte die Raumtemperatur nicht mehr als 20 C betragen und in der Nacht um fünf Grad abgesenkt werden. Schlecht regelbare Thermostatventile sollten ausgetauscht werden, damit sich diese Temperaturwerte sicher einhalten lassen.
(3) Moderne Heizungsanlagen können vom Wohnraum aus gesteuert werden, indem über ein Steuermodul die gewünschte Temperatur eingestellt wird.
Mit einem Temperaturfühler gleicht dann die Steuerung die Raumtemperatur immer der Solltemperatur an. Bei solchen Anlagen sollten die Heizkörperventile nicht herabgeregelt werden, weil dann möglicherweise nicht mehr genügend Heizwasser in die Heizkörper gelangt. Da die Steuerung dennoch versucht, die Solltemperatur zu erreichen, würde unnötig Heiz- und Pumpenenergie verschwendet werden.
(4) Durch richtiges Lüften kann viel Energie gespart werden: Kurzes, kräftiges Lüften ist besser als Dauerlüften über gekippte Fenster.
Beim Lüften dürfen die Räume nicht auskühlen, da sonst die Gefahr der Schimmelpilzbildung besteht.
(5) Heizkörper müssen die Wärme frei an die Raumluft abgeben können.
Deshalb dürfen sie auf keinen Fall etwa durch Möbel verstellt werden. Eine zusätzliche Dämmung der Wand hinter dem Heizkörper ist in vielen Fällen sinnvoll.
(6) Die Warmwassertemperatur sollte nicht höher als 60 C sein.
(7) Alle Warmwasserleitungen im Keller sollten bedarfsgerecht wärmegedämmt sein, um Wärmeverluste zu vermeiden.
(8) Der Dauerbetrieb elektrischer Heizlüfter ist Energie- und Geldverschwendung.
(9) Rollläden und Vorhänge sollte man in der Nacht schließen, damit weniger Wärme über die Fenster verloren geht.
Es lohnt sich auch, an den Rollladenkästen eine zusätzliche Wärmedämmung anzubringen. Eine noch effizientere Energieeinsparung bringen moderne Fenster mit Wärmeschutzverglasung.
(10) In den Heizkörpern sollte sich keine Luft ansammeln, damit eine jederzeit optimal geregelte Beheizung des betreffenden Raumes möglich ist.
Richtig Lüften - aber wie?
Die Frage, warum überhaupt gelüftet werden muss, ist einfach beantwortet: Beim Kochen, Putzen oder auch beim Atmen entsteht Luftfeuchtigkeit.
Diese sollte aus hygienischen Gründen, damit sich kein Schimmel in der Wohnung bildet, durch Frischluft ausgetauscht werden. Das Deutsche Institut für Normung (DIN) hat Richtwerte herausgegeben, wie lange eine Stoßlüftung durchgeführt werden sollte. Grundsätzlich gilt, dass für einen ordentlichen Luftaustausch mehrmals täglich zu lüften ist.
Im Winter, wenn die Temperatur niedrig ist und viel Heizwärme benötigt wird, sollten 4 bis 6 Minuten Stoßlüftung reichen.
Laut Aussage der Initative Erdgas pro Umwelt gehören Heizen und Lüften grundsätzlich zusammen, da beide für ein angenehmes Raumklima sorgen. Ein veralteter, schlecht regelbarer Kessel passt nicht nur seine Heizleistung schwerfällig an, sondern verschwendet auch unnötig viel Energie beim Lüften. Sparsame Geräte wie beispielsweise Gas-Brennwertheizungen tragen zu geringeren Energieverlusten beim notwendigen Luftaustausch bei.
Im März und November sollte das Stoßlüften etwa 8 bis 10 Minuten betragen. In den Monaten April und Oktober, wenn die Übergangszeit der Heizperiode ist, empfehlen die Experten 12-15 Minuten Lüftungsdauer, im Mai und September sind 16 bis 20 Minuten angemessen.
In den Sommermonaten Juli bis August sollten mehrmals täglich 25 bis 30 Minuten für ausreichend Luftaustausch sorgen. Besonders an heißen Tagen ist es sinnvoll, sehr früh und spät zu lüften, wenn sich die Temperaturen abgekühlt haben.
Die Initiative Erdgas pro Umwelt rät, keine Lüftung durch gekippte Fenster vorzunehmen, sondern die Lüftungsvorgänge bewusst durchzuführen, um Energie zu sparen und das Raumklima zu verbessern. Bei Durchzug und an windigen Tagen können die Lüftungszeiten verkürzt werden.
Weitere Information über richtiges Energiesparverhalten im Haus bietet die kostenlose Broschüre Bewusst heizen gezielt sparen der Initiative Erdgas pro Umwelt. Diese ist bestellbar unter www.ieu.de oder bei der Hotline 0 18 02/34 34 52 (6 Cent/Gespräch).
Welche Heizungen wurden 2007 gekauft?

Modernisierung: Geld vom Staat
Ob Dämmung, Erneuerung der Fenster oder der Heizung oder der Einbau einer Solar- oder Photovoltaik-Anlage: Der Staat hat ein Interesse an Energiesparmaßnahmen und fördert sie daher.
Sie möchten Ihr Heim energetisch modernisieren?
Dabei können Sie sich finanziell unterstützen lassen: Die Europäische Union, der Bund sowie Länder, Kommunen und Energieversorger bieten rund 900 Förderprogramme an. Allein die Bundesregierung stellt 1,4 Milliarden Euro für die energetische Gebäudesanierung und rund 200 Millionen Euro für das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien bereit.
Förderung richtig planen
Um nicht durch einen Formfehler auf Fördergelder verzichten zu müssen, gehen Sie am besten folgendermaßen vor:
- Für die Bearbeitung des Antrags genügend Vorlaufzeit einrechnen.
- Mit der Investition warten, bis die Zusage der Förderungseinrichtung vorliegt. Im Anschluss an eine Maßnahme ist eine Förderung meist nicht mehr möglich.
- Der Energieberater Ihres Energieversorgers hilft beim Ausfüllen des Antrags.
- Oft ist eine Kombination von Förderprogrammen möglich. Deshalb genau informieren.
- Beim Finanzamt oder dem Steuerberater nachfragen, ob sich die Maßnahme sowie die Lohnkosten der Handwerker von der Steuer abgesetzt werden kann. Aktuelle Programme im Überblick
Die Seite www.klima-sucht-schutz.de bietet unterstützt von der Bundesregierung einen interaktiven Fördermittel-Ratgeber.