Herkunft und Wasserhärtebereiche

Herkunft


Das Trinkwasser im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Bad Nauheim GmbH wird aus folgenden Gewinnungsgebieten verteilt. Gemäß § 16 der Trinkwasserverordnung vom 21.05.2001 geben wir Ihnen Auskunft über die Aufbereitungsstoffe, die dem Wasser zugegeben werden.

I. Wassergewinnungsgebiet Lauter
Diesem Wasser wird zur Desinfektion Chlorbleichlauge (Natriumhypochlorit) in Höhe von 0,1 mg/l zugesetzt. Der Grenzwert beträgt 0,3 mg/l. Durch Zugabe von Kalkmilch (Calciumhydroxid) wird das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht hergestellt, um Korrosionsschäden zu vermeiden.

II. Wassergewinnungsgebiet Inheiden
Dieses Wasser wird mit Ozon desinfiziert. Bei Störungen oder Wartung der Ozon-Anlagen erfolgt eine Dosierung von Chlordioxid in Höhe von 0,1 mg/l. Der Grenzwert beträgt 0,2 mg/l.

III. Wassergewinnungsgebiet Bad Nauheim, Säckelgraben
Dieses Wasser wird von Chlorgas (Cl2 ) in Höhe von 0,15 mg/l desinfiziert. Der Grenzwert beträgt 0,3 mg/l.

  

Wasserhärtebereiche

Der Deutsche Bundestag hat am 1. Februar 2007 die Neufassung des Gesetzes über die Umweltverträglichkeit von Wasch- und Reinigungsmitteln (Wasch- und Reinigungsmittelgesetz - WRMG) beschlossen. Die Neufassung ist am 5. Mai 2007 in Kraft getreten (siehe Bundesgesetzblatt Teil I vom 4. Mai 2007, S. 600).
Nach § 9 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeit von Wasch- und Reinigungsmitteln (Wasch- und Reinigungsmittelgesetz - WRMG) sind die Wasserversorgungsunternehmen in Zukunft verpflichtet, dem Verbraucher die Härtebereiche des Trinkwassers wie folgt anzugeben:

  • Härtebereich weich: weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter
  • (entspricht weniger als 8,4 °deutscher Härte)
  • Härtebereich mittel: 1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter
  • (entspricht 8,4 bis 14 °deutscher Härte)
  • Härtebereich hart: mehr als 2, 5 Millimol Calciumcarbonat je Liter
  • (entspricht mehr als 14 °deutscher Härte)

1. Kernstadt (außer Siedlungsgebiet "Am Heiligenstock", Gewerbegebiete "In den langen Morgen" und "Am Taubenbaum" sowie Wohngebiet westlich der DB Strecke Frankfurt - Kassel im Bereich Benekestraße/Tulpenweg/Hermann-Ehlers-Straße/Bodestraße/Presley Boulevard/Rosevelt Avenue/Albert-Einstein-Straße/Lee Boulevard)

- Mischwasser aus den Gewinnungsgebieten Lauter, Inheiden und Bad Nauheim.

- Härtebereich mittel

2. Stadtteile Nieder-Mörlen, Rödgen, Schwalheim sowie Siedlungsgebiet "Am Heiligenstock" und Gewerbegebiet "In den langen Morgen"

- Wasser aus dem Gewinnungsgebiet Lauter.

- Härtebereich weich

3. Stadtteile Steinfurth, Wisselsheim und Gewerbegebiet "Am Taubenbaum" sowie Wohngebiet westlich der DB-Strecke Frankfurt - Kassel im Bereich Benekestraße/Tulpenweg/Hermann-Ehlers-Straße/Bodestraße/Presley Boulevard/Rosevelt Avenue/Albert-Einstein-Straße/Lee Boulevard 

- Wasser aus dem Gewinnungsgebiet Inheiden

- Härtebereich mittel

Weitere Untersuchungsergebnisse über die chemisch-physikalischen Inhaltsstoffe können angefordert oder in unserem Betriebsgebäude Hohe Straße 14 - 18 eingesehen werden.

Stadtwerke Bad Nauheim GmbH

  

Hinweis zum Urangehalt in unserem Trinkwasser:

Nach dem Bericht von "Report München" zum Thema "Uran im Trinkwasser" hat das Umweltbundesamt gegenüber dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) bestätigt, dass der Wert von 10 µg/l (Mikrogramm je Liter) der toxikologisch begründete "lebenslang duldbare gesundheitliche Leitwert" sei, der auch für Säuglinge gilt.

Der häufig in der Berichterstattung zitierte Wert von 2 µg/l sei toxikologisch nicht begründet und damit weder Richt- noch Grenzwert. Es handele sich vielmehr um einen Marketingwert für Mineralwasser, der werbewirksam auf Mineralwasserflaschen vermerkt werden könne ("als besonders geeignet zur Zubereitung von Säuglingsnahrung"). Die Trinkwasserverordnung (TrinkwVO) enthalte keinen Grenzwert für Uran.

Auch das Land Hessen gab in einer Pressemitteilung am 05.08.2008 bekannt, dass die Uranwerte im hessischen Trinkwasser unbedenklich sind. Sämtliche Messungen würden unter dem vom Umweltbundesamt empfohlenen Grenzwert von 10 µg/l liegen. Laut einer Untersuchung des Vereins foodwatch beträgt der Urangehalt im Trinkwasser von Bad Nauheim nur 0,05 µg/l.
Falls Sie Fragen hierzu haben, geben wir Ihnen gerne Auskunft.