News im Bereich Energieversorgung

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Bad Nauheim: Strompreis steigt nach Jahren der Stabilität

Stadtwerke heben Preise für Strom erstmals seit 2013 an – Gründe sind Netzentgelte und Mehrkosten für Einkauf – Gaspreis bleibt stabil

Bad Nauheim. Auch auf die Bad Nauheimer Strompreise zeigen sich die Auswirkungen von steigenden Rohstoffpreisen: Weil an den Handelsplätzen Energie teurer wird, wachsen auch die Kosten für die Beschaffung bei den Stadtwerken Bad Nauheim. Peter Drausnigg, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Nauheim, erläutert: „Die Jahre mit günstigen Beschaffungskosten scheinen vorerst vorbei zu sein. Erstmals seit sechs Jahren müssen auch wir die Preise wieder anheben.“ Denn nicht nur die Kosten für den Energieeinkauf steigen, auch die staatlich regulierten Netzentgelte werden in der Wetterau teurer. Die Stadtwerke Bad Nauheim müssen sie an die Betreiber von Transportnetzen abführen; sie werden für die Nutzung der Netze zur Durchleitung von Strom gezahlt. Zum 1. Januar 2019 steigt in allen Stromtarifen der Grund- und Arbeitspreis entsprechend: Für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden erhöhen sich die Kosten um rund vier Euro pro Monat – inklusive der staatlich auferlegten Steuern, Abgaben und Umlagen. Auch nach der Anpassung ihrer Konditionen gehören die Stadtwerke Bad Nauheim weiterhin zu den günstigsten Energieanbietern aus der Wetterau. „Wir versorgen unsere Kunden stets so preiswert wie möglich mit Energie und haben mit spitzem Bleistift kalkuliert“, sagt Peter Drausnigg. Das gilt auch für die Gaspreise, die bleiben bei den Stadtwerken Bad Nauheim auch im kommenden Jahr stabil.


Alle Stadtwerke-Kunden erhalten einen Brief mit weiteren Informationen. „Auch unsere Mitarbeiter im Kundenzentrum helfen bei Fragen gerne weiter“, erklärt Peter Drausnigg. Am Telefon beraten sie unter 06032/807-888 montags bis donnerstags von 07:15 Uhr bis 16:00 Uhr und freitags von 07:00 Uhr bis 12:30 Uhr. Auch per E-Mail sind sie erreichbar: kundenzentrum@stadtwerke-bad-nauheim.de.


Enge Grenzen per Gesetz
Deutlich mehr als die Hälfte des Strompreises besteht heute aus Abgaben, Umlagen und Steuern. Knapp ein weiteres Viertel ist ebenfalls staatlich reguliert: die Entgelte für die Nutzung der Energienetze. „Der Gesetzgeber lässt uns wenig Spielraum. Unterm Strich können wir als Energielieferant nur zirka 25 Prozent des Strompreises selbst bestimmen und decken damit Beschaffung, Vertragsmanagement, Vertrieb und Service ab“, betont der Stadtwerke-Chef. Bei den Stadtwerken nutze man den Spielraum möglichst optimal aus, „wir beschaffen langfristig und strukturiert, um das Risiko von Preissprüngen zu minimieren.“ Die aktuelle Preisentwicklung an den Handelsplätzen könne damit nicht aufgefangen werden. Zahlten Strom-Einkäufer für das Lieferjahr 2017 an der Energiebörse noch durchschnittlich 30 Euro pro Megawattstunde, mussten sie in diesem Jahr oft fast das Doppelte bezahlen.


Verdreifachte Kosten für Umweltzertifikate
Ein Grund für die Preisspirale an den Handelsplätzen sind die gestiegenen Kosten für
Kohle und Gas – die Energiearten, die in großem Stil zur Stromerzeugung eingesetzt werden.
Ein anderer sind die Preise für Umweltzertifikate. In den vergangenen zwölf Monaten haben sich die Preise für diese sogenannten CO2-Zertifikate mehr als verdreifacht. Die Zertifikate werden von der Europäischen Union herausgegeben. Um Unternehmen und Energieerzeuger zu motivieren, möglichst wenig schädliche Treibhausgase auszustoßen, werden diese jedes Jahr verknappt; dadurch steigt der Preis pro Zertifikat.


Umlagen tendieren unterschiedlich
Die EEG-Umlage – die zentrale staatlich festgesetzte Umlage zur Finanzierung der Energiewende – sinkt für das kommende Jahr um 0,387 Cent auf 6,405 Cent netto pro Kilowattstunde. Gleichzeitig verzehnfacht sich eine andere Umlage: die Offshore-Netzumlage, bisher als Offshore-Haftungsumlage bekannt. Sie dient dazu, die Netzanschlusskosten für Windparks auf hoher See zu finanzieren und wird von Energielieferanten wie den Stadtwerken Bad Nauheim direkt an den Staat abgeführt.


Pressekontakt
Stadtwerke Bad Nauheim GmbH
Annette Wetekam
Telefon: 06032 807-193
E-Mail: a.wetekam@stadtwerke-bad-nauheim.de

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Heiße Stunden für Kalte Nahwärme

Bauherren zeigen großes Interesse an Stadtwerke-Lösung für Wärmeversorgung in Bad Nauheim-Süd – Infobüro kommt – Banken mit an Bord

Bad Nauheim. Es geht ans Eingemachte: Bei der zweiten Infoveranstaltung der Stadt-werke Bad Nauheim für Bauherren Ende Oktober hatten die zukünftigen Bewohner des Neubaugebiets viele Fragen an die Experten. „Dass Kalte Nahwärme, wie wir sie planen, eine umweltfreundliche und wirtschaftliche Lösung für die Wärmeversorgung ist, sehen viele Bauherren als gesetzt“, bilanzierte Peter Drausnigg, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Nauheim am Ende der Veranstaltung. Es ging daher vielmehr um Finanzierung, Zu-satznutzen und Kombinationsvarianten. Im Neubaugebiet für bis zu 1.000 Einwohner werden die Stadtwerke Bad Nauheim ein Leuchtturmprojekt für das Wohnen der Zukunft realisieren: Über ein Kollektorfeld in der Größe von zwei Fußballfeldern und ein ausgeklügeltes Rohrsystem wird Erdwärme für Heizung und Warmwasser in den Gebäuden genutzt. „In jedem Haus erhöht eine spezielle Wärmepumpe, die von uns gestellt wird, die Erdwärme auf Wohlfühltemperatur. Das ist sparsam, dezentral und klimaneutral, wenn die Pumpe mit Ökostrom betrieben wird“, fasste Peter Drausnigg das Grundprinzip zusammen. Groß war das Interesse der Bauherren auch bei der Frage, ob die Wärmelösung der Stadtwerke mit Fotovoltaik kombinierbar ist. „Energie dort zu verbrauchen, wo sie er-zeugt wird, ist ein Grundgedanke der Energiewende! Deshalb bieten wir seit letztem Jahr auch Solaranlagen an“, erläuterte er die Strategie des kommunalen Unternehmens. Auch Ladepunkte für Elektroautos seien ideal für das Quartier.

Mit der Kalten Nahwärme entsteht im Süden Bad Nauheims ein Wohnquartier, das bereits heute die Vorgaben der Energieeinsparverordnung für Neubauten ab 2020 erfüllt. „Das steigert den Wert der Immobilie und ist ein Beitrag zum Umweltschutz für nachfolgende Generationen“, fasst der Stadtwerke-Chef zusammen.

Modulares Konzept
Für die Bauherren in Bad Nauheim Süd haben die Stadtwerke ein modulares Versorgungskonzept ausgearbeitet, bestehend aus Hausanschlüssen für Strom, Wasser und Wärme, Wärmepumpe mit Speicher und einem kostenlosen Glasfaseranschluss. Optional können Gebäude mit der Kalten Nahwärme im Sommer auch auf natürliche Weise gekühlt werden – ohne zusätzliche Betriebskosten. Auch die örtlichen Banken sind mit im Boot: Auf der Infoveranstaltung hatten die Volksbank Mittelhessen und die Sparkasse Oberhessen maßgeschneiderte Finanzierungsangebote für die Bauherren von Bad Nauheim Süd im Gepäck. „Wir verstehen uns als übergreifender Lösungsanbieter für alle Belange rund um die Infrastruktur im Neubaugebiet – deswegen holen wir alle Beteiligten an einen Tisch“, stellte Peter Draunigg fest. Für die Leitungsarbeiten und die Hausanschlüsse für Strom und Wasser seien die Stadtwerke sowieso zuständig, „wieso dann nicht gleich das Rundum-Sorglos-Paket?“

Mit Bauhelm im Internet surfen
Für alle Fragen rund um Energie und Trinkwasser stehen die Stadtwerke den Bauherren und Nahwärme-Interessierten auch direkt am Baufeld zur Verfügung. In den vergangenen Tagen haben sie dort ein Infobüro eingerichtet. Eröffnet wird er mit einer kleinen Feier für Bauherren am Wochenende nach dem Nikolaustag (8. Dezember), ab dann ist er auch regelmäßig besetzt. Als Zugabe können Bauherren auf ihren Grundstücken ab sofort auch kostenlos im Internet surfen. Das Unternehmen hat dort einen Internet-Hotspot eingerichtet. Die Zugangsdaten gibt es bei den Stadtwerken.

Hier entsteht die Zukunft: Daniel Oppermann und Jürgen Langsdorf von den Stadtwerke markieren die Grundstücke im Baugebiet Bad Nauheim Süd (Foto: Stadtwerke Bad Nauheim)
Hier entsteht die Zukunft: Daniel Oppermann und Jürgen Langsdorf von den Stadtwerke markieren die Grundstücke im Baugebiet Bad Nauheim Süd (Foto: Stadtwerke Bad Nauheim).

 

Auf der zweiten Infoveranstaltung erläutert der stellvertretende Pro-jektleiter Gerald Lach die Vorzüge des Stadtwerke-Pakets rund um die Kalte Nahwärme (Foto: Stadtwerke Bad Nauheim).
Auf der zweiten Infoveranstaltung erläutert der stellvertretende Projektleiter Gerald Lach die Vorzüge des Stadtwerke-Pakets rund um die Kalte Nahwärme (Foto: Stadtwerke Bad Nauheim).

 

Über das Projekt
Die Stadtwerke Bad Nauheim errichten im Neubaugebiet Bad Nauheim Süd eine innovative Wärmeversorgung: Bei der Kalten Nahwärme wird dem Erdreich über spezielle Kollektoren in einer Tiefe von 1,5 bis 3 Metern Wärme entzogen. Mit Ökostrom betriebene Wärmepumpen der Stadtwerke, die an jedem Gebäude installiert werden, erhöhen die Vorlauftemperatur des Wassers von etwa 10 Grad auf 55 Grad. Die Kalte Nahwärme kann im Sommer auch „umgekehrt“ funktionieren. Statt zu heizen, können Gebäude da-mit auch auf natürliche Weise gekühlt werden, so dass die Raumwärme bis zu 7 Grad unter der jeweiligen Außentemperatur liegen kann. Im Vergleich zu klassischen Wärmeversorgungen entstehen keine Wärmeverluste. Weil die Quartierslösung der Stadtwerke im Rahmen eines Wärme-Contractings angelegt ist, gibt es weder zusätzliche Wartungs- noch Unterhaltskosten während der gesamten Vertragslaufzeit. Hinzu kommt eine Preisgarantie bis 2026 für die abgenommene Wärme.

 

Pressekontakt
Stadtwerke Bad Nauheim GmbH
Annette Wetekam
Telefon: 06032 807-193
E-Mail: a.wetekam@stadtwerke-bad-nauheim.de

 

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„Wir stehen auf Strom!“

Bad Nauheim. „Habt ihr eine Ahnung, was sich hinter diesen grauen Türen tut?“, fragt Elektromeister Rainer Preiß von den Stadtwerken Bad Nauheim in die Runde und schließt die Trafostation auf: Er ist mit Schülern der 8. Klasse aus der Solgrabenschule durch Bad Nauheim unterwegs – im Rahmen einer ganz besonderen Stadtführung. „Nur gucken, nicht anfassen“, sagt er, „hier wird der Strom der Mittelspannungsleitungen auf Niederspannung heruntergeregelt und geht von dort in das Verteilnetz von Bad Nauheim.“ Für technische Berufe begeistern und mögliche Auszubildende kennenlernen: Das haben sich drei Meister der Stadtwerke Bad Nauheim zum Ziel gesetzt. Elektromeister Rainer Preiß, Gasmeister Björn Burk und Wassermeister Jens Schikowski haben eigens für diesen Zweck ein Konzept entwickelt, das für Achtklässler spannend macht, was für Verbraucher selbstverständlich ist – nämlich, dass Strom, Gas und Wasser immer da sind. Zu dieser Führung entlang der Lebensadern einer Stadt holen sie die Schüler der achten Klassen der Solgrabenschule am Klassenzimmer ab und spazieren mit ihnen auf den Spuren der Energie- und Wasserversorgung bis zu den Stadtwerken in der Hohe Straße. „Wir stehen gerade auf Strom: Unter dem Bürgersteig laufen die Leitungen, die Strom, Erdgas und Trinkwasser zu euch nach Hause bringen. Wir sorgen auch für Licht, damit ihr sicher heimkommt“, führt Björn Burk beim Rundgang aus. Denn auch um die Straßenbeleuchtung und den Nahverkehr kümmern sich die Stadtwerke. Dass sie ihre Stadtbusse mit öffentlichem WLAN ausgestattet haben, kam besonders gut bei den Schülern an.

 

„Wir sorgen mit unserer Infrastruktur dafür, dass in der Kurstadt alles rund läuft. Den Großteil unserer Arbeit sieht man aber nicht“, findet Rainer Preiß, die meisten Leitungen für Energie und Wasser verlaufen unterirdisch, technische Anlagen sind eingeschlossen in Kästen und Gebäuden oder Schächten. Durch die besondere Stadtführung der Meister werden sie sichtbar. Drei achte Klassen haben in den vergangenen Tagen bereits an der Führung teilgenommen.

 

Zukunftsbranche Energiewirtschaft Mit der ungewöhnlichen Aktion geht das kommunale Unternehmen neue Wege bei der Nachwuchssuche. „Vor allem in den technischen Berufen wird es immer schwieriger, qualifizierte Auszubildende zu finden“, erläutert Simone Güldner, Leiterin Finanzen bei den Stadtwerken. Es gehe auch darum, alte Rollenmuster zu durchbrechen: „Auch Frauen können mit Hochspannung umgehen. Was spricht gegen einen technischen Beruf?“, stellt sie klar. Für das kommende Jahr ist der Ausbildungsplatz mit einer angehenden Industriekauffrau bereits besetzt. Zum Oktober gibt es erstmals zwei Studienplätze bei den Stadtwerken: Zwei junge Menschen beginnen dann ihr Duales Studium bei den Stadtwerken – im kaufmännischen und im technischen Bereich. „Das Team ist multikulturell wie unsere Gesellschaft“, informiert Simone Güldner und betont: „Wir fördern und fordern die jungen Menschen, damit sie in der Zukunftsbranche Energiewirtschaft bestmögliche Voraussetzungen zum Berufsstart haben.“ Das Unternehmen bildet kontinuierlich junge Menschen aus, meist mehr, als es für den eigenen Nachwuchs braucht. „Wir bilden mit unserem Wissen und Know-how die Fachkräfte von morgen aus und sichern so die Kompetenz in den Reihen der Stadtwerke, stützen damit aber auch den Standort“, erläutert sie. Die Stadtwerke Bad Nauheim sind für die Qualität ihrer Ausbildung bereits mehrfach durch die IHK prämiert.

 

Das kommunale Unternehmen bildet in den technischen Berufen Anlagenmechaniker Fachrichtung Rohr- und Systemtechnik sowie Elektroanlagenmonteur aus. Im kaufmännischen Bereich sind für das Ausbildungsjahr 2019 die Stellen als Kaufmänner und -frauen für Bürokommunikation und als Industriekaufleute noch frei.

Endpunkt einer „spannenden“ Führung: Schüler der achten Klasse an der Solgrabenschule bei ihrem Ausflug zu den Stadtwerken (Foto: Stadtwerke Bad Nauheim).

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Badespaß mit neuer Wärme

Bad Nauheim. Während die ersten Frühschwimmer ihre Bahnen zogen, sind die Bürgermeister der Städte Friedberg und Bad Nauheim sowie Vertreter des Zweckverbands und der Stadtwerke Bad Nauheim zu einem ganz anderen Zweck am Usa-Wellenbad zusammengekommen: Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Drausnigg präsentierte ihnen am Donnerstagmorgen (7. Juni) die neue Wärmeversorgung des Bads. Sie wurde an diesem Tag nach erfolgreichem Probebetrieb offiziell eingeweiht. Im Zentrum des hocheffizienten Systems steht ein neues Blockheizkraftwerk (BHKW), das den Grundbedarf an Wärme für das Bad deckt. Ergänzt wird es durch den bestehenden Gaskessel für Spitzenzeiten. Die Stadtwerke Bad Nauheim kümmern sich im Rahmen eines so genannten Contractings um den Betrieb und die Wartung der Anlage. Auch die Finanzierung, Planung und Installation des BHKW hat der Energiedienstleister übernommen. „Investitionen und Instandhaltung fallen für den Zweckverband ‚Schwimmbad Bad Nauheim – Friedberg‘ weg. Bezahlt wird für die abgenommene Wärme. So sind wir mit der Wärmeerzeugung vollständig energieautark – unseren Strombedarf decken wir zu 85 Prozent selbst.  Auf diese Weise können wir die Betriebskosten für die beiden am Zweckverband beteiligten Städte wesentlich besser planen “, führte Frank Herbel, der kaufmännische Geschäftsführer des Zweckverbands Usa-Wellenbad, aus. Für Peter Drausnigg, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Nauheim, ist das Projekt ein gutes Beispiel für den interkommunalen Schulterschluss: „Friedberg und Bad Nauheim als Träger des Zweckverbands haben hier gemeinsame Sache gemacht und von uns – einem städtischen Unternehmen – eine maßgeschneiderte Lösung erhalten, die effizient und klimaschonend ist.“ Davon überzeugt haben sich bei der Inbetriebnahme auch Friedbergs Bürgermeister Dirk Antkowiak und sein Amtskollege aus Bad Nauheim Klaus Kreß sowie der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Usa-Wellenbades und Erster Stadtrat Bad Nauheims Peter Krank. Auch der kaufmännische Geschäftsführer des Zweckverbands Frank Herbel und Betriebsleiter Sascha Rieck nutzten die Gelegenheit zum Blick hinter die Kulissen. Peter Drausnigg führte gemeinsam mit Stadtwerke-Projektleiter Dennis Zährl durch die Anlage.

 

Weniger Treibhausgase

Friedbergs Bürgermeister Dirk Antkowiak betonte, dass das neue BHKW im Vergleich zur bisherigen, in die Jahre gekommenen Anlage ein Quantensprung sei: Die Anlage habe die dreifache Leistung und stoße unterm Strich 30 Prozent weniger klimaschädliches Kohlendioxid aus als bisher. Per Kraft-Wärme-Kopplung produziert das BHKW gleichzeitig Strom und Wärme. Weil es den Brennstoff Erdgas besonders effizient einsetzt, ist der Wirkungsgrad der Anlage sehr hoch. Und je weniger Energie verbraucht wird, desto weniger Treibhausgase werden ausgestoßen. „Mit dieser Lösung sind wir gut aufgestellt für die Zukunft“, ergänzte der Bad Nauheimer Bürgermeister Klaus Kreß.

 

Auf die Stromproduktion ausgelegt

Bis zu 32 Grad warmes Wasser in den verschiedenen Becken, dazu Sauna, Solarien und Gastronomiebetrieb: Das Usa-Wellenbad zwischen Friedberg und Bad Nauheim hat einen hohen Energiebedarf. Verfügte die bisherige Anlage mit zwei BHKW-Modulen über eine elektrische Leistung von je 50 Kilowatt (kW), so hat das neue BHKW eine elektrische Leistung von 360 kW und eine thermische Leistung von 350 kW. „Der Strombedarf wird künftig zu über 85 Prozent vor Ort produziert, die restlichen 15 Prozent stammen aus unserem Stromnetz. Der Wärmebedarf wird je zur Hälfte aus dem BHKW und dem Spitzenlast-Gaskessel gedeckt“, erläuterte Peter Drausnigg von den Stadtwerken Bad Nauheim, die das Projekt für den Zweckverband entwickelt und umgesetzt haben.

Nahmen das Kraftpaket für das Usa-Wellenbad in Augenschein (v.l.n.r.): Friedbergs Bürgermeister Dirk Antkowiak, Projektleiter Dennis Zährl von den Stadtwerken, Bad Nauheims Erster Stadtrat Peter Krank, Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Drausnigg, Frank Herbel, kaufmännische Geschäftsführer des Zweckverbands, und Bad Nauheims Bürgermeister Klaus Kreß (Foto: Stadtwerke Bad Nauheim).

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Projekt »Glasfaser« an der Lioba-Schule

Bericht der Wetterauer Zeitung Klick

 

Großes Interesse bei Schülern wie Lehrern fand das Projekt »Glasfaser – mit Lichtgeschwindigkeit durch das Datennetz«, welches von den Stadtwerken initiiert und von Hannelore Stuckert in allen siebten Klassen der Sankt-Lioba-Schule durchgeführt wurde. Stuckert gab Einblicke in Themen wie »Wie hat man früher Daten übertragen?«, »Die Geschichte von Telegraf, Telefon, Radio und Handy« und »Die Verwendung der Glasfasertechnik«. Auch der Frage »Was ist ein Code?« wurde nachgegangen und exemplarisch der Schulname von den Schülerinnen und Schülern verschlüsselt. Die aufmerksamen Zuhörerinnen und Zuhörer mussten schmunzeln, als der erste Satz, der jemals über ein Telefon gesprochen wurde, verlesen wurde: »Ein Pferd frisst keinen Gurkensalat.

Stuckert brachte zum besseren Verständnis einige Anschauungsobjekte mit, etwa ihr erstes Mobiltelefon aus dem Jahr 1998, einen Plattenspieler mit Schallplatte, eine Musikkassette, eine fluoreszierende Flüssigkeit und einen Laserpointer. Vor allem faszinierte die Schülerschaft, wie einfach es ist, mithilfe eines Plastikbechers mit Nadel oder eines einfachen DIN A4-Blattes die Schallplatte anzuhören. Ein weiteres Highlight war die Herstellung einer gebogenen »Glasfaser« aus einem erhitzten Glasröhrchen. Das zuvor im Physikunterricht kennengelernte Prinzip der Totalreflexion fand hierbei noch einmal eine bedeutende Anwendung.

»Wir sind den Stadtwerken Bad Nauheim für die Bereitstellung des Glasfaser-Projekts und insbesondere Frau Stuckert für deren interessante Umsetzung sehr dankbar«, resümiert der Physiklehrer und Fachsprecher Stefan Kurz zum Ende der Aktion. »Das hat für unsere Siebtklässler zum Schuljahresabschluss noch einmal eine besondere Attraktion dargestellt.«

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