News im Bereich Energieversorgung

Abschied für Impulsgeber

Bad Nauheim. In der Region ist Rainer Rothaug bekannt „wie ein bunter Hund“. Privat trifft sich der unternehmungslustige 65-Jährige gerne mit Freunden zum Beachvolleyball spielen in seiner Heimatstadt Frankfurt-Sachsenhausen, wenn er nicht beim Skifahren oder auf Reisen ist. Und genau darauf freut er sich am meisten in seinem Ruhestand, den er zum 31. Mai offiziell einläutete. „Sobald es die Situation zulässt, möchte ich meine Freizeit nutzen, um bald wieder Familie, Freunde und Bekannte in Italien, Kanada und Südafrika zu besuchen“, sagt Rainer Rothaug. Wohlverdient! Denn beruflich hat der Vertriebsleiter und Geschäftsstellenentwickler bei den Stadtwerken Bad Nauheim vollen Einsatz gezeigt und unter anderem den Glasfaserbereich maßgeblich geprägt. Dank seinen Impulsen betreuen die Stadtwerke heute über 2000 Glasfaserkunden.

Rainer Rothaug begann seine Karriere als Vertriebsleiter bei den Stadtwerken Bad Nauheim im Jahr 2009. Seiner Initiative ist es schließlich zu verdanken, dass er nach kürzester Zeit die Aufgaben des Geschäftsfeldentwicklers Breitband übernahm. „In der damaligen Housing Area, dem heutigen Gebiet „Wohnen am großen Teich“, gab es zu der Zeit noch keinen Glasfaseranschluss. Ich hatte mir eine Strategie überlegt, wie wir das ermöglichen können“, erklärt Rainer Rothaug und ergänzt: „Wer Gas, Wasser und Strom hinbekommt, kann auch Glasfaser. So war meine Überlegung.“ Gesagt, getan: Die Stadtwerke Bad Nauheim setzten sich gegen die Konkurrenz beim Glasfaserausbau im heutigen „Wohnen am großen Teich“ durch und haben das Geschäftsfeld Breitband seitdem deutlich vorangebracht. „Mittlerweile haben wir in der Kernstadt allein eine Hausanschlussdichte von 70 Prozent. Zudem haben sich viele Firmen eben wegen des Breitbandanschlusses im Industriegebiet angesiedelt“, erläutert Rainer Rothaug. Die erfolgreiche Glasfaserentwicklung sorgte schließlich dafür, dass Synergien mit Nachbarorten gebündelt wurden. „Mit den Friedberger Kollegen war ich immer in gutem Austausch“, sagt Rainer Rothaug. Seit dem vergangenen Jahr können die Bewohner der Neubauten am Steinern Kreuzweg in Friedberg ultraschnell im Internet surfen. Möglich macht dies die Kooperation zwischen den Stadtwerken Friedberg und den Stadtwerken Bad Nauheim. Rainer Rothaug hat sich neben Highspeed-Internet vielseitig eingesetzt. Beispielsweise hat er das Projekt Wärmeversorgung im Goldsteingebiet geleitet.

 

Bekannte aus vergangenen Zeiten

Der gelernte Elektromechaniker war in der Energiewelt bereits unterwegs, bevor er zu den Stadtwerken Bad Nauheim kam. Nach ersten beruflichen Erfahrungen bei der Lufthansa in der Mess- und Regeltechnik entschied er sich zunächst für ein Physikstudium und machte sich währenddessen bereits selbstständig. Mit seiner Beratungsagentur erarbeitete er Energiekonzepte, unter anderem auch für die OVAG. „Ich habe damals bereits Dr. Thorsten Reichel, den heutigen Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Nauheim, kennen und schätzen gelernt. Und ich freue mich sehr darüber, dass ich ihn nach so vielen Jahren bei den Stadtwerken begrüßen darf und er mich gleichzeitig in den Ruhestand verabschiedet“, schmunzelt Rainer Rothaug. Von „Ruhe“ kann aber eigentlich keine Rede sein, denn Rainer Rothaug steckt auch weiterhin voller Energie und wird den Kundinnen und Kunden in seiner Agentur beratend zur Seite stehen.

 

Im kleinen Kreis wird ein neuer Lebensabschnitt gefeiert: Rainer Rothaug hat in
den 12 Jahren bei den Stadtwerken Bad Nauheim viele wichtige Themen geprägt
und vorangebracht.

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In Rödgen greifen Klimaschutz und Digitalisierung ineinander

Bad Nauheim.  Die Zukunft beginnt heute – für alle künftigen Bewohnerinnen und Bewohner des neuen Wohngebiets im Bad Nauheimer Stadtteil Rödgen. Denn dort wird in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Bad Nauheim eine innovative Energieversorgung in Kombination mit Highspeed-Internet realisiert werden. Das haben die Akteure beim heutigen Spatenstich bekannt gegeben.

„Das geplante zukunftsweisende Konzept verbindet modernen Wohnkomfort, Klimaschutz und Digitalisierung“, sagt Dr. Thorsten Reichel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Nauheim, und ergänzt: „Bei kleineren Wohngebieten, wie in Rödgen, ist die Herausforderung größer, eine klimaneutrale Wärmelösung effizient und kostengünstig zu realisieren. Geplant sind unter anderem Kombinationen aus Photovoltaik- und Solarthermiemodule (PV-T) auf den Hausdächern für Strom und Wärme mit weiterer Unterstützung durch Umgebungswärme.

„Wir möchten auch mit diesem Projekt wegweisende Lösungen für eine nachhaltige Stadt der Zukunft umsetzen“, betont der Bürgermeister der Stadt und Aufsichtsratsvorsitzender der örtlichen Stadtwerke, Klaus Kreß. Er sehe in diesem Projekt das Potenzial einer Blaupause für andere Quartiere dieser Größe: „Derartige Quartierskonzepte bringen nicht nur die Stadt selbst, sondern die Region in Sachen Nachhaltigkeit und Lebensqualität voran.“

Einzigartige PV-T-Module auf dem Dach

Auf einer knapp 2,5 Hektar großen Fläche entstehen „Am Holzberg“ 38 Einfamilienhäuser. Die Stadtwerke Bad Nauheim prüfen derzeit unterschiedliche Optionen zur Wärmeversorgung des Quartiers mit Umgebungswärme. Sicher ist bereits, dass die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers künftig Strom und Wärme vom eigenen Hausdach gewinnen. Möglich machen dies bislang einzigartige, kombinierte Photovoltaik- und Solarthermiemodule: „Die Hybridkollektoren haben auf der Vorderseite Photovoltaik-Module und auf der Rückseite Luftwärmetauscher. Durch diese Doppelbelegung auf einer Fläche wird Platz auf dem Hausdach gespart – ein Vorteil besonders bei sehr kompakten Gebäuden.

Highspeed-Internet für Rödgen

„Das Quartier in Rödgen soll smart werden – also effizienter, grüner, sozial inklusiver und technologisch fortschrittlicher als das, was wir kennen“, freute sich Bürgermeister Klaus Kreß. Dafür versorgen die Stadtwerke Bad Nauheim die Gebäude in dem Neubaugebiet mit einem Glasfaseranschluss. „Nicht zuletzt mit Homeoffice und Homeschooling sind digitale Technologien noch mehr in den Fokus gerückt. Ziel ist, das Leben und Arbeiten einfacher, komfortabler, energieeffizienter und umweltschonender zu gestalten“, betont Dr. Thorsten Reichel. Bauherren können daher Smart-Home-Lösungen realisieren, die sich per App einfach steuern lassen. Der Breitbandausbau kommt nicht nur den künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern des Neubaugebiets zu Gute: „Damit können die Rödgener Bürgerinnen und Bürger mit Highspeed-Internet versorgt werden. Auch die Schule in Rödgen soll an das Glasfasernetz angeschlossen werden“, sagt Dr. Thorsten Reichel. Nachdem die Baumaßnahmen in Rödgen nun gestartet sind, kümmert sich nun der Investor Faber & Schnepp Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG um die Erschließung des Baugebiets.

Spatenstich im Neubaugebiet in Rödgen – Stephan Faber, Geschäftsführer Faber & Schnepp, Jürgen Patscha, Fachbereichsleitung Stadtentwicklung, Gisela Babitz-Koch, Ortsvorsteherin Rödgen, Bürgermeister Klaus Kreß und Dr. Thorsten Reichel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Nauheim (V. l. n. r.)

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Hochgeschwindigkeit für Homeschooling

Bad Nauheim. Von der digitalen Unterrichtsstunde bis hin zum Online-Morgenkreis für den gemeinsamen Start in den Schultag – Highspeed-Internet macht es möglich. „Die Digitalisierung hat nicht zuletzt wegen des Infektionsgeschehens deutlich an Bedeutung und Dynamik gewonnen“, sagt Klaus Tripke, Vertriebsleiter bei den Stadtwerken Bad Nauheim. Wichtig sei, dass in der Schule zeitgemäße digitale Strukturen vorhanden sind, damit flexibel auf die Herausforderungen der Pandemie reagiert werden kann. Die Bad Nauheimer Sankt Lioba Schule und auch die Waldorfschule Wetterau setzen bereits auf das Glasfasernetz der Stadtwerke Bad Nauheim, die Sophie-Scholl-Schule ist deren Beispiel gefolgt, seit Ende März ist sie an das Glasfasernetz des Energieversorgers angeschlossen und nutzt es seitdem intensiv. „Damit sind alle drei freien Schulen in Bad Nauheim mit Highspeed-Internet versorgt und gewappnet für den digitalen Unterricht oder Hybridmodelle“, sagt Klaus Tripke.


Konzentriertes Lernen braucht eine stabile Internetverbindung
„Wenn 23 Schülerinnen und Schüler gleichzeitig an einer Videokonferenz teilnehmen, braucht es ein stabiles Netz“, betont Christina Vennemann-Korb, Schulleiterin der Sophie-Scholl-Schule. Die Herausforderungen an den Schulbetrieb sind groß, die Organisation sieht Präsenzunterricht in der Schule, reines Homeschooling und auch hybriden Betrieb vor, bei dem ein Teil der Klasse vor Ort, der andere Teil zu Hause vor dem Bildschirm lernt. In der aktuellen Situation müssen sich die Lehrkräfte ebenso wie Schülerinnen und Schüler immer wieder neu einrichten. „Wir sind nach über einem Jahr coronageübt und können schnell und flexibel auf neue Gegebenheiten reagieren“, erklärt die Schulleiterin. In den vergangenen Wochen fand an der Sophie-Scholl-Schule Unterricht im Wechselmodus statt, also die Klassen wechselten sich wochenweise mit Präsenz in der Schule ab. „Die Kinder haben Laptops, wodurch das überhaupt erst möglich wird. Das ist unter anderem vielen Eltern zu verdanken, die eigene Geräte zur Verfügung gestellt haben“, erklärt die Schulleiterin und ergänzt: „Zudem ist eine konstante Internetverbindung unabdingbar, damit die Kinder dem Unterricht bei guter Ton- und Bildqualität folgen und so konzentriert arbeiten können.“ Qualitätseinbußen oder gar Unterbrechungen aufgrund einer instabilen Internetverbindung würden nicht nur den Lernfluss der Schülerinnen und Schüler stören, sondern auch die Eltern im Homeoffice, die ihren Kindern dann zur Hilfe eilen.


Laptop statt Tafelkreide: Bildung braucht Digitalisierung
Für konzentriertes Lernen und Arbeiten versorgen die Stadtwerke Bad Nauheim die Sophie-Scholl-Schule seit Kurzem mit einer symmetrischen Bandbreite von 500 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). „Wir sind dankbar dafür, mit den Stadtwerken Bad Nauheim einen zu-verlässigen und äußerst kompetenten Partner vor Ort zu haben, mit dem wir schnell und unkompliziert die Anbindung unserer Schule ans Glasfasernetz verwirklichen konnten“,
betont Patrik Mähling, Geschäftsführer der Sophie-Scholl-Schule, und stellt in Aussicht: „Darauf aufbauend werden wir im Laufe des Jahres unsere Server- und WLAN-Infrastruktur umfassend modernisieren. Das Ziel ist, auch über die Herausforderungen durch die Coronapandemie hinaus, nachhaltig optimale Bedingungen für Kommunikation und digitale Unterrichtsangebote zu haben.“ Inspiration für den Glasfaseranschluss fand die Sophie-Scholl-Schule am Beispiel der Sankt Lioba Schule.


Highspeed für digitale Bildung in der Sankt Lioba Schule
Seit November 2019 ist die Sankt Lioba Schule bereits an das Glasfasernetz der Stadtwerke Bad Nauheim angeschlossen, seit Kurzem wird sie zudem komplett mit WLAN versorgt. „Wir begrüßen die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken vor allem auch, weil es sich um einen regionalen Anbieter handelt und die Zusammenarbeit auf persönlicher Ebene gut funktioniert“, betont Bernhard Marohn, Schulleiter der Sankt Lioba Schule. Bislang kam die Schule mit einer Uploadrate von 200 Mbit/s aus. „Die Stadtwerke Bad Nauheim haben unseren Mehrbedarf schnell erkannt und kürzlich die verfügbare Uploadrate auf 400 Mbit/s erhöht. Diesen Datendurchsatz können wir gut gebrauchen. Damit verfügen alle Videokonferenzen über eine ausreichende Bandbreite“, sagt Bernhard Marohn und fügt hinzu: „Wir sind derzeit sogar in Abstimmung wegen einer Erhöhung der Uploadrate auf 1.000 Mbit/s, da wir im Spitzenwert die Kapazitätsgrenze bereits erreichen.“ Der Sankt Lioba Schule kommt neben dem Unterricht mit den Kindern noch eine besondere Rolle zu, bei der es Highspeed bedarf: „Als Ausbildungsschule für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, kurz LiV, sind wir bestrebt, eine qualitativ gute und zeitgemäße Ausbildung zu gewährleisten, damit sie ihr fachliches und methodisches Wissen auch praktisch umsetzen können“, erklärt der Schulleiter und ergänzt: „Gerade in Zeiten des Distanzunterrichts und während des Lockdowns haben wir hier profitiert, da Unterrichtsbesuche für die Ausbilderinnen und Ausbilder gestreamt werden können und auch Staatsexamensprüfungen im digitalen Format problemlos durchgeführt werden konnten.“

Bildung braucht Digitalisierung: In der Sankt Lioba Schule lernen die Kinder mit Laptop statt Kreide und Tafel.
Viele Unterrichtsstunden werden aktuell zusätzlich gestreamt dank Highspeed-Internet.

 

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Ausgezeichnete Wärmeversorgung

Bad Nauheim. Die Stadtwerke Bad Nauheim treiben mit ihrem Kalten Nahwärme-Projekt die Wärmewende voran. Dafür wurden sie nun mit dem Hauptpreis beim Nachhaltigkeitsaward der Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK) ausgezeichnet. Gut 50 Kommunen und Unternehmen aus der Energiewirtschaft hatten innovative Projekte mit Blick auf eine nachhaltige Verbesserung in Sachen Klima und Umwelt eingereicht. Schließlich standen noch 13 Preisträger in fünf Kategorien auf dem Siegertreppchen. In der Kategorie „Energie“ konnten die Stadtwerke Bad Nauheim überzeugen. „Ich freue mich, die Auszeichnung gemeinsam mit Peter Drausnigg, der das Projekt als damaliger Geschäftsführer begleitete, entgegenzunehmen“, sagt Dr. Thorsten Reichel, neuer Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Nauheim, und ergänzt: „In Bad Nauheim Süd greifen Komfort, Klimaschutz und Digitalisierung ineinander. Die Auszeichnung zeigt, dass die Stadtwerke Bad Nauheim damit auf einem guten Weg in Richtung nachhaltige Energiezukunft sind.“

Innovative Wärmeerzeugung in Bad Nauheim Süd


Das Kalte Nahwärme-Projekt in Bad Nauheim Süd sorgte überregional für Aufmerksamkeit: Deutschlands größter Erdkollektor mit einer 22.000 Quadratmeter großen Kollektorfläche entzieht mithilfe sogenannter Boden-Klima-Tauscher und einer umweltfreundlichen Trägerflüssigkeit dem Erdreich Wärme aus einer Tiefe von eineinhalb und drei Metern. Anschließend wird die Trägerflüssigkeit über eine mehrere Kilometer lange Leitung zu den einzelnen Gebäuden transportiert. Die Stadtwerke Bad Nauheim installierten und betreiben in den Neubauten hocheffiziente Wärmepumpen, welche die Wasservorlauftemperatur von etwa 10 Grad auf 55 Grad für das Trinkwarmwasser so-wie auf 35 Grad für die Fußbodenheizung erhöhen. Im Sommer funktioniert dieses System genau umgekehrt: Statt zu heizen, können die Gebäude auf natürliche Weise gekühlt und dadurch auf einen zusätzlichen Einsatz von Klimageräten verzichtet werden.

Auszeichnungen für nachhaltiges Engagement


Bis 2050 wollen die Staaten der EU annähernd klimaneutral sein. Der Weg dahin erfordert Innovationen in den einzelnen Sektoren. Stichworte sind hier neben der Energie-, vor allem die Wärme- und Mobilitätswende sowie der Ressourcenschutz. „Kommunale Unternehmen in Deutschland leisten in diesen Bereichen einen wichtigen Beitrag und übernehmen Verantwortung zum Schutz des Klimas und der Umwelt. Das haben die Stadtwerke Bad Nauheim mit dem Kalten Nahwärme-Projekt und der Wärmeerzeugung aus 100 Prozent erneuerbaren Energien beispielhaft gezeigt“, hob Klaus Hinkel als Laudator seitens des Veranstalters hervor.

 

Gemeinsam für eine nachhaltige, lebenswerte Energiezukunft: Dr. Thorsten Reichel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Nauheim, und Peter Drausnigg, ehemaliger Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Nauheim und neuer Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart, nehmen in München den Nachhaltigkeitspreis entgegen.

 

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„Zukunftsgestaltung ist eine Gemeinschaftsaufgabe“

Bad Nauheim. Ein sorgsamer Umgang mit der Natur und den Menschen, das ist Dr. Thorsten Reichel, neuer Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Nauheim, wichtig. „Wertschätzung im Miteinander ist für mich die Basis einer erfolgreichen Zusammenarbeit“, sagt er. Gegenseitige Achtung und Respekt inspiriere auch, davon ist er überzeugt. Und das brauche es, um die großen Herausforderungen gemeinsam stemmen zu können. „Ich möchte meiner Belegschaft Verantwortung und gleichzeitig Strukturen geben, sie einbinden und mitnehmen. Denn nur gemeinsam können wir die für den Klimawandel essenziellen Themen weiter voranbringen und eine lebenswerte Zukunft schaffen.“ Nachhaltigkeit ist das Thema, das ihm besonders am Herzen liegt: „Energieunternehmen kommt eine maßgebliche Rolle beim Klimaschutz zu. Insbesondere kommunale Unternehmen können wertvolle Beiträge leisten, gemeinsam mit den Städten, Gemeinden und Landkreisen sowie Bauträgern. Hierzu braucht es jedoch klare Konzepte und Strategien. Ich freue mich darauf, diese mit meinen Kolleginnen und Kollegen weiterzuentwickeln. Wir werden den begonnenen Kurs des Unternehmens fortsetzen.“


Stadtwerke auf dem richtigen Energieweg


Die Weichen in Richtung nachhaltige Energiezukunft haben die Stadtwerke Bad Nauheim bereits gelegt. Beispielsweise beim Kalten-Nahwärme-Projekt in Bad Nauheim Süd wird das ganze Wohnquartier CO2-neutral mit Wärme und Warmwasser versorgt; Energiequelle ist oberflächennahe Geothermie. Auch mit nachhaltigen Mobilitätslösungen beschäftigen sich die Stadtwerke Bad Nauheim längst – von der eigenen E-Flotte, die auch den Bad Nauheimer E-Mobilisten beim E-Carsharing zur Verfügung steht, bis hin zum kontinuierlichen Ausbau der Ladeinfrastruktur. „Neue Mobilitätslösungen und alternative Antriebe sind wichtige Bausteine für das Gelingen der Energiewende“, sagt Thorsten Reichel. Er freut sich auf weitere innovative Projekte, wie zum Beispiel die Mobilitätswende im öffentlichen Personennahverkehr. „Derzeit läuft die Neukonzeption des Stadtbusverkehrs“, informiert er. Hierin sollen auch die Bürgerinnen und Bürger miteingebunden
werden. „Für mich ist es eine einmalige Chance, die mobile Struktur der Stadt mitzuprägen“, betont der Stadtwerke-Chef.


Klassische Kernbereiche fit für Digitalisierung


Dr. Thorsten Reichel kennt die Branche gut und bringt gerade im Bereich E-Mobilität wertvolle Expertise mit: Der studierte Jurist kommt direkt von der Oberhessischen Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (OVAG), bei der er Prokurist war und leitende Funktionen in Recht und Kommunalmanagement innehatte. Dort beschäftigte sich der Branchenexperte mit der Umsetzung gesetzlicher und sonstiger Marktvorgaben, wie der Einrichtung von Ladeinfrastruktur für E-Mobilität oder auch der Einführung des intelligenten Messwesens. „Den Grundpfeiler unseres Handelns stellt immer die Versorgungs-
sicherheit dar. Diese muss in hoher Qualität erhalten bleiben, auch bei fortschreitender Energiewende. Mitunter brauchen wir dafür hochdigitalisierte Steuerungsprozesse“, sagt er und fügt an: „Smart Meter – also digitale Messsysteme, die kommunizieren können – sind nur ein Baustein dafür.“

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