Weltwassertag 2024

Veröffentlicht am: 22.03.2024

Wie die Qualität des Bad Nauheimer Trinkwassers geschützt wird

Bad Nauheim. Trinkwasser ist die wichtigste Ressource und Grundlage allen Lebens. Damit das kostbare Gut immer in hoher Qualität bei den Menschen in Bad Nauheim ankommt, untersuchen die Stadtwerke es regelmäßig und halten mit großen Investitionen das Leitungsnetz instand. „Wasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland“, informiert Dr. Thorsten Reichel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Nauheim. Auch Verbraucherinnen und Verbraucher können bei sich zu Hause dazu beitragen, das Wasser rein zu halten. Der Versorger appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, sorgsam mit dem blauen Gold umzugehen.

 

Die Vereinten Nationen wollen mit dem Weltwassertag am 22. März auf die Bedeutung des Lebensmittels Nummer eins aufmerksam machen. Denn durch die zunehmend heißen Sommer mit weniger Niederschlägen sowie die steigenden Verbräuche sinken die Wasserspiegel an vielen Orten – auch in Deutschland. „Wir bitten die Menschen in Bad Nauheim um sorgsamen Umgang mit dem Trinkwasser. Wasser ist kostbar und muss auch in den heißen und trockenen Sommern für alle reichen. Der Bedarf in Bad Nauheim nimmt zusätzlich durch den Anstieg der Bevölkerungszahl zu. Aktuell haben sich die -Grundwasserstände nach dem feuchten Winter zwar etwas erholt, doch das kann sich leider durch eine Trockenperiode schnell wieder ändern“, erklärt Jens Schikowski, Wassermeister bei den Stadtwerken Bad Nauheim.

 

Der Weg des Wassers in Bad Nauheim

Der Wasserverbrauch in Bad Nauheim liegt bei rund zwei Millionen Kubikmetern Trinkwasser jährlich. Die Stadtwerke Bad Nauheim leiten es in Privathäuser, Unternehmen und Kliniken der Stadt. 80 Prozent des Wassers stammen aus dem Einzugsgebiet der Oberhessischen Versorgungsbetriebe (OVAG), die das wertvolle Gut an die Stadtwerke Bad Nauheim liefern. 20 Prozent fördern die Stadtwerke selbst aus eigenen Brunnen im Wasserschutzgebiet Säckelgraben. Es gelangt zunächst in die sieben Hochbehälter der Stadtwerke und wird dann im insgesamt 240 Kilometer langen Leitungsnetz in das gesamte Stadtgebiet sowie die Ortsteile von Bad Nauheim verteilt.

 

Kontrollen und Spülungen

„Um die gleichbleibend hohe Qualität des Trinkwassers sicherzustellen, führen wir viermal jährlich an mehreren Stellen große Probenahmen durch. Den Plan stimmen wir mit der Fachstelle Infektionsschutz und Hygiene des Wetteraukreises

ab“, informiert Dr. Thorsten Reichel. Zusätzlich zu den turnusmäßigen Probenahmen kommen situationsbedingte Stichproben, zum Beispiel im Rahmen einer Rohrsanierung. Auf der Website der Stadtwerke kann man sich über die Ergebnisse der Untersuchungen informieren und erfährt auch den Härtegrad des Wassers. „In der Regel liegt der Härtegrad in Bad Nauheim im mittleren Bereich, er ist aber im Versorgungsgebiet nicht überall gleich. Mittlerer Bereich bedeutet: Das Trinkwasser schont die Haushaltsgeräte wie Waschmaschine oder Kaffeeautomat, liefert aber gleichzeitig wertvolle Mineralien wie Kalzium und Magnesium in guter Menge“, erklärt Jens Schikowski. Insgesamt kümmern sich 16 Mitarbeitende bei den Stadtwerken um das Trinkwasser. Das kommunale Unternehmen investiert jährlich etwa 2 Millionen Euro in Technik und Infrastruktur des Wassernetzes.

 

Tipps für rückstandsloses Trinkwasser zu Hause

Auch in den eigenen vier Wänden kann man zur Güte des Wassers beitragen: „Fast alle Gebäude haben einen Rückspülfilter im Keller. Diesen Filter sollte man regelmäßig, etwa alle zwei Monate, spülen, um ihn so von zurückgehaltenen Partikeln zu befreien“, informiert Jens Schikowski. Dies können die Eigentümer oder Anschlussnehmer selbst erledigen. Ebenfalls in Eigenregie sollte man zu Hause von Zeit zu Zeit die Duschköpfe und die Filter in den Wasserhähnen von Rückständen reinigen. Fachliche Unterstützung durch Vertragsinstallateure der Stadtwerke Bad Nauheim muss man hingegen hinzuziehen, um Sicherheitseinrichtungen wie etwa Rückschlagventile zu warten.