Glasklar und rein

Stadtwerke für Hitzeperiode gut gerüstet – Trinkwasseranalyse belegt hohe Güte – Kooperation mit Landwirten sichert Qualität

Bad Nauheim. Auch wenn in Bad Nauheim die Temperaturen am Wochenende auf über 30 Grad klettern und der Hochsommer bleibt, gibt es genügend Nass: Die Stadtwerke Bad Nauheim sind für solche Situationen gut gerüstet. Randvoll gefüllt mit glasklarem Trinkwasser sind die acht Hochbehälter in der Kurstadt, insgesamt etwa 10.000 Kubikmeter Wasser hält das Unternehmen für die Bevölkerung vor – mehr als 83.000 Badewannenfüllungen. „Solche Hitzeperioden sind für uns zwar nicht alltäglich, unsere Wasserversorgung ist darauf jedoch ausgelegt“, versichert Peter Drausnigg, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Nauheim. An einem normalen Sommertag liefern die Stadtwerke rund 4.500 bis 5.000 Kubikmeter an die Anschlüsse in Bad Nauheim, an heißen Tagen gibt es Spitzenwerte von bis zu 7.000 Kubikmeter. Trinkwasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland – im Juli kam die Stiftung Warentest sogar zum Ergebnis, dass es dem Mineralwasser aus der Flasche durchaus ebenbürtig ist. „Wir beproben unser Trinkwasser regelmäßig nach den strengen Vorschriften der Trinkwasserverordnung“, erklärt Thomas Heß, Abteilungsleiter Gas und Wasser bei den Stadtwerken. Er fügt an: „Auch in der jüngsten Analysen liegen wir unter den entprechenden Grenzwerten.“ Um die Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser für die 31.000 Einwohner der Stadt auch in Zukunft zu sichern, investiert das kommunale Unternehmen nicht nur in die Infrastruktur des Wassernetzes. Es widmet auch der Trinkwassergewinnung und dem Grundwasserschutz besondere Aufmerksamkeit: Etwa ein Viertel des Wassers fördert der Versorger in Bad Nauheim selbst, es stammt aus dem 2006 ausgewiesenen Wasserschutzgebiet „Säckelgraben“. „Um unser Brunnenfeld vor übermäßigen Belastungen zu schützen, arbeiten wir eng mit den örtlichen Landwirten zusammen“, informiert Thomas Heß 

Kooperation schafft optimale Bedingungen

Seit nunmehr 13 Jahren besteht eine Kooperation, in der sich die Landwirte verpflichten, ihren Düngereinsatz zu reduzieren. Im Gegenzug erhalten sie Ausgleichszahlungen für geringere Ernteerträge von den Stadtwerken. Begleitende Beratungen und Termine vor Ort auf den Ackerflächen ermitteln jedes Jahr Empfehlungen für die optimale Bewirtschaftung. So wird im Frühjahr etwa auf möglichst vielen Feldern der ChlorophyllGehalt von Weizenpflanzen gemessen, um die optimale Düngermenge festzustellen. Denn je weniger Gülle oder chemische Mittel auf die Felder aufgebracht werden, desto geringer ist auch die Belastung für das Grundwasser. „In der Kooperation werden die Interessen der Daseinsvorsorge und der Landwirtschaft aufeinander abgestimmt, um das bestmögliche Ergebnis für die Allgemeinheit zu erzielen“, sagt Peter Drausnigg und ergänzt: „Auch wenn wir nur einen Teil des Wassers selbst fördern, gilt: Trinkwasser ist ein schützenswertes Gut – und sein Schutz fängt vor der eigenen Haustüre an.“

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