Trinkwassergebrauch in aktueller Hitzewelle - Stadtwerke Bad Nauheim

Trinkwassergebrauch in aktueller Hitzewelle

Veröffentlicht am: 22.06.2026

Stadtwerke Bad Nauheim geben Tipps für einen bewussten Umgang

Deutschland befindet sich aktuell in einer Hitzewelle – das bringt auch besondere Herausforderungen für die öffentliche Trinkwasserversorgung mit sich. Diese ist ein Kernbestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge und in Bad Nauheim eine Aufgabe der Stadtwerke. Der Versorger appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, bewusst sparsam mit dem kostbaren Gut Trinkwasser umzugehen.

 

In Bad Nauheim genießen wir den Luxus, jederzeit über einwandfreies Wasser aus der Leitung verfügen zu können, unbegrenzt ist es jedoch nicht. Und der Klimawandel macht auch vor Deutschland nicht halt, Dürreperioden fordern dazu auf, deutlich sorgsamer mit Wasser umzugehen.

 

Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Thorsten Reichel erläutert „Anhaltend hohe Temperaturen führen oft zu einem sprunghaften Anstieg des Wasserbedarfs – insbesondere durch häufigeres Duschen, Gartenbewässerung oder das Befüllen privater Pools. Das kann zu einer Spitzenbelastung der Versorgungsanlagen führen und diese zeitweise stark fordern. Und natürlich ist auch die Gesamtmenge ein Thema.“ Sein Fazit: „Gerade in Hitzephasen ist es wichtig, Trinkwasser bewusst und sparsam zu nutzen.“

 

Die Stadtwerke haben daher Tipps für einen ressourcenschonenden Umgang mit Wasser für Verbraucherinnen und Verbraucher zusammengestellt:

 

Im Haus:

  • Duschen statt baden.
  • Wasch- und Geschirrspülmaschinen möglichst nur voll anschalten.
  • Sparsame Geräte (Wasch- und Spülmaschine) und Armaturen (Wasserhahn und Duschkopf mit Durchflussbegrenzer) verwenden.
  • Stopptaste am WC nutzen.

 

Gartenbewässerung:

  • Regenwasser für den Garten sammeln und nutzen.  
  • Pflanzen im Garten möglichst morgens oder abends gießen, um eine starke Verdunstung von Wasser durch Sonneneinstrahlung zu vermeiden.
  • Besser als Sprinkler ist eine Tröpfchenbewässerung mit Gartenschläuchen, die nahe an den Pflanzen liegen.
  • Den Rasen weniger häufig mähen und nicht zu kurz: Ein längerer Rasen hält die Feuchtigkeit besser und vermindert damit den Bewässerungsbedarf.
  • Grundsätzlich empfehlen sich trockenresistente Pflanzen mit niedrigerem Wasserbedarf.

 

Private Swimming-Pools:

  • Der Trend zum Pool im eigenen Garten erhöht den Trinkwassergebrauch massiv: Ein durchschnittlicher Aufstellpool fasst je nach Größe ein Volumen von 6-10.000 Litern. Dies entspricht rund dem 70- bis 80-fachen des Tagesbedarfs einer Person.
  • Eine Poolabdeckung verringert die Verdunstung.
  • Um das Versorgungssystem technisch-hydraulisch zu entlasten ist es daher sinnvoll, an heißen Tagen den Pool nicht zu den Hauptverbrauchszeiten am Vormittag oder frühen Abend zu befüllen.
  • Ein Verzicht auf eine Poolnutzung schont die Trinkwasserressourcen nachhaltig.

 

Gartengestaltung:

  • Regenwasser, das nicht genutzt wird, sollte auf dem Grundstück versickern können. Dies verbessert die Neubildung von Grundwasser. Hierzu sollten Hauseigentümer ihren Garten mit Grünpflanzen bepflanzen und keine Steingärten anlegen und für eine regendurchlässige Pflasterung bei Zuwegungen und Einfahrten sorgen.
  • Begrünte Dachflächen und Fassaden können ein ausgeglicheneres Mikroklima schaffen.
  • Auf den Einsatz von Insekten- und Unkrautvernichtungsmitteln sollte verzichtet werden, um das Grundwasser und Insekten zu schützen.

 

Insgesamt: Trinkwassereinsatz nur dort, wo notwendig und nur so viel, wie notwendig.