Transformationsplanung - Stadtwerke Bad Nauheim

Transformationsplanung für ein klimaneutrales Wärmenetz

Eine nachhaltige Wärmeversorgung ist ein zentraler Baustein zur Erreichung der Klimaziele. Besonders wichtig sind dabei treibhausgasneutrale Fernwärmenetze, die durch den Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung, erneuerbaren Energien und innovativen Technologien sowohl die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren als auch eine effiziente Versorgung sicherstellen.

 

Der Anstoß für die Transformation der Fernwärmenetze ergibt sich aus der gesetzlichen Vorgabe im Rahmen des §32 des Wärmeplanungsgesetzes (WPG), welche jeden Betreiber eines Wärmenetzes verpflichtet, bis zum Ablauf des 31. Dezember 2026 einen Wärmenetzausbau- und -dekarbonisierungsfahrplan zu erstellen und einzureichen, sofern das Netz nicht bereits vollständig mit erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme gespeist wird.

Unsere Wärmenetze: Auf dem Weg zur Klimaneutralität

Mit der Veröffentlichung unserer Transformationsplanung für zwei Wärmenetze setzen wir ein klares Zeichen für die Unterstützung der kommunalen Wärmeplanung und die Umsetzung der Klimaneutralität bis 2045. Für jedes Netz wird ein detaillierter Plan erarbeitet, der den aktuellen IST-Zustand analysiert und zukünftige Lösungen aufzeigt.

Die gewählten Erzeugerstrukturen für beide Netze nutzen die vorhandene Infrastruktur effizient und erfüllen bis 2030 den gesetzlichen Mindestanteil von 30% erneuerbarer Energien im Wärmenetz. Die Umsetzung erfolgt direkt auf dem jeweiligen Gelände der bestehenden Heizzentralen, sodass keine zusätzlichen baulichen Anlagen erforderlich sind. Bis 2045 wird so eine CO2-neutrale Wärmeversorgung für die beiden Fernwärmegebiete erreicht.

wärmenetz AM Kaiserberg

Das Wärmenetz liegt in der Kernstadt Bad Nauheim und versorgt aktuell 66 Endkunden.
 

Transformationsstrategie:

Bis zum Jahr 2030 wird die bestehende Heizzentrale mit einer 36 kW Luft-Wasser-Wärmepumpe modernisiert. Ab dem Jahr 2039 verstärkt eine zusätzliche 85 kW Wärmepumpe das System, wodurch ein Anteil von 80% erneuerbarer Energien im Fernwärmenetz erreicht wird. Ab 2040 übernehmen die Luft-Wasser-Wärmepumpen die Grund- und Mittellastversorgung. Spitzlasten werden durch einen treibhausgasneutralen Spitzenlastkessel gedeckt, der ab 2045 mit Biomethan betrieben wird.

wärmenetz AM Goldstein

Das Wärmenetz liegt im östlichen Teil der Kernstadt Bad Nauheim und deckt Wohngebäude mit 225 Endkunden ab.

 

Transformationsstrategie:

Ab 2029 wird eine zentrale 250 kW Luft-Wasser-Wärmepumpe zur Grundlastabdeckung an der bestehenden Heizzentrale installiert. Mittel- und Spitzenlasten werden weiterhin vom bestehenden BHKW und einem Spitzenlastkessel übernommen. Im Jahr 2037 wird die Wärmepumpe auf 450 kW erweitert, was die Stilllegung des BHKW ermöglicht. Ab 2045 erfolgt der Betrieb des Spitzenlastkessels mit Biomethan, um eine komplett dekarbonisierte Wärmeproduktion zu erreichen.

 

Ihre Vorteile mit Fernwärme

  • Hohe Energieeffizienz: Fernwärmenetze nutzen durch zentrale Erzeugung und Kraft-Wärme-Kopplung Brennstoffe besonders effizient und ermöglichen die Integration erneuerbarer Energien.
  • Reduktion von Emissionen: Zentrale Wärmeversorgung erleichtert den Einsatz emissionsarmer Technologien und die Umstellung auf klimaneutrale Energieträger
  • Hohe Versorgungssicherheit: Fernwärmenetze gewährleisten durch zentrale Steuerung und vielfältige Energiequellen eine zuverlässige und unterbrechungsfreie Wärmeversorgung.

Häufige Fragen (Q&A)

Förderung

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