Stadtwerke Bad Nauheim und Klimafairein Oberhessen luden zum Bäume pflanzen ein – Stark für Klimaschutz und Nachhaltigkeit

Neue Bäume für den Goldsteinpark

Bad Nauheim. Der Goldsteinpark in Bad Nauheim soll neu ergrünen. Mit dieser Absicht haben sich die Stadtwerke Bad Nauheim und der Kur- und Servicebetrieb der Stadt mit dem Klimafairein Oberhessen zusammengetan: Mit einer Baumpflanzaktion wollen sie die Wiederaufforstung des Stadtparks vorantreiben. Tatkräftig unterstützt haben sie dabei Naturstrom- und Naturgaskunden des kommunalen Energieversorgers. Sie alle haben sich gemeinsam an den Spaten gemacht und rund 900 Baumsetzlinge gepflanzt. Die Setzlinge wurden zum einen durch die Kundinnen und Kunden der Stadtwerke Bad Nauheim und zum anderen durch die Spendenaktion „kurstadthilftkurstadt“ der Stadt Bad Nauheim finanziert. Bei der Aktion im Sommer sammelte die Stadt Spenden für die vom Hochwasser betroffenen Heilbäder Bad Münstereifel und Bad Neuenahr. Für je 50 Euro Spende wurden die Heilbäder unterstützt und gleichzeitig konnte nun jeweils ein Baumsetzling im Goldsteinpark gepflanzt werden. „Im Wäldchen des Goldsteinparks mussten in den letzten Jahren viele Bäume gefällt werden, die durch die langen Dürreperioden als Folge des Klimawandels stark geschwächt waren. Jede Fällung schmerzt. Darum greifen wir nun mit vereinten Kräften zum Spaten und forsten die kahlen Flächen wieder auf“, sagt Bürgermeister Klaus Kreß. Bäume nehmen – wie andere Pflanzen auch – Kohlendioxid aus der Luft auf und wandeln dieses mit Hilfe von Sonnenenergie und Wasser zunächst in Zucker und später in andere Stoffe um. Dabei wird unter anderem Sauerstoff frei. „Die Wälder der Erde sind der größte Kohlenstoffspeicher auf dem Festland. Sie können wirksam zur Stabilisierung des Klimas beitragen, dafür muss es jedoch genügend Bäume geben“, erklärt Dr. Thorsten Reichel in seiner Doppelfunktion als Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Nauheim und Mitgründer sowie erster Vorsitzender des Klimafairein Oberhessen. Der Klimafairein initiiert mit „fairpflanzt“ überregional Baumpflanzaktionen und macht sich auch mit „fairstehen“, „fairbunden“ und „fairnetzt“ für Klimaschutz und Nachhaltigkeit stark– beispielsweise über die Umweltbildung an Schulen und Kitas oder den „Unverpacktladen“. „Das große Ziel des Klimafaireins ist es, bis 2030 eine Million Bäume für die Region zu pflanzen und den Bestand zu schützen“, erklärt Dr. Thorsten Reichel. 

Klimaschutz aktiv unterstützt

Samstagmorgen um 9 Uhr hieß es: „an die Spaten, fertig los.“ 15 Naturstromkunden der Stadtwerke Bad Nauheim sind der Einladung gefolgt und haben bei der Baumpflanzaktion tatkräftig angepackt. Die Experten des Klimafaireins unterstützten dabei mit ihrem Know-how und gaben Tipps wie Traubeneiche, Hainbuche, Eßkastanie, Winterlinde, Traubenkirsche, Speierling, Elsbeere, Schwarz- und Haselnuss richtig zu pflanzen sind oder in welchen Abständen sie voneinander stehen müssen, um sich wohlzufühlen. „Doch mit der Bepflanzung allein ist es nicht getan. Um zu gedeihen, hegen und pflegen wir die Baumsetzlinge auch im Nachhinein“, erklärt Frank Ludwig vom Kur- und Servicebetrieb der Stadt. Dieser kümmert sich darum, dass die Baumsetzlinge nach der Pflanzaktion richtig versorgt werden und gesund wachsen können.

Nachhaltigkeit bei den Stadtwerken großgeschrieben

„Es ist mir ein besonderes Anliegen, die Stadtwerke ökologisch und nachhaltig auszurichten“, betont Dr. Thorsten Reichel. Die Baumpflanzaktion soll künftig zu einer jährlich wiederkehrenden Veranstaltung werden, bei der die Kundinnen und Kunden eingeladen werden, die Produkte aus der Naturtarif-Sparte der Stadtwerke Bad Nauheim zu beziehen. „Wir wollen damit die Entscheidung zu klimafreundlichen Produkten und nachhaltigem Handeln wertschätzen. Bei den Stadtwerken Bad Nauheim gehen wir mit gutem Beispiel voran“, sagt Dr. Thorsten Reichel. Der kommunale Energieversorger hat vor Kurzem den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens berechnet. Zwischen den Jahren 2017 bis 2019 hat sich viel getan – der Kommunalversorger hat bereits 30 Prozent schädlicher Emissionen reduziert, die der Umwelt nun erspart bleiben. „Wir planen zudem knapp 3 Tonnen Pro-Kopf-Emissionen, also pro Mitarbeiterin und Mitarbeiter, auszugleichen. Dazu kaufen wir CO2-Zertifikate aus Klimaschutzprojekten. Unsere Mitarbeitenden dürfen sich dabei selbst für ein Projekt entscheiden“, erklärt der Stadtwerke-Chef. 

 

 

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